Naturbeobachtungen ein schönes und spannendes Hobby

Weltklimakonferenz Glasgow 2021

Vom 31 Oktober bis zum 12 November findet in der schottischen Stadt Glasgow die diesjährige Weltklimakonferenz statt. Es geht bei ihr um nichts anderes als die Erde vor einer Klimakatastrophe zu retten , die kommen wird, wenn wir so weitermachen wie bisher.

Trotz vieler Konferenzen in den letzten Jahrzehnten hat sich leider nicht viel getan beim Klimaschutz. Der Anstieg der Treibhausgase ,in der Atmosphäre , betrug 2021 laut der WMO(Weltorganissation für Meteorologie) 413,2 ppm (Quelle ZDF Heute) und erreichte so einen neuen Höchstwert.

Ob die Menschheit das Ziel, was sie sich selber im Jahr 2015 auf der Pariser Weltklimakonferenz gesetzt hat , erreicht, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen ist inzwischen fraglich. Die durchschnittliche Erderwärmung beträgt weltweit schon jetzt 1,1 Grad und in Deutschland bereits 1,6 Grad .

Im Moment sieht es eher danach aus , als ob sich das Erdklima eher um 2,5 bis 3 Grad erwärmen wird, damit verbunden wären katastrophale Folgen für die Natur und die Menschheit.Schon jetzt verschwinden weltweit die Gletscher in den Hochgebirgen im Rekordtempo , auch das Eis in der Arktis und auf Grönland verschwindet immer schneller. Nicht nur das, der Meeresspiegel dadurch immer schneller ansteigt , auch für viele Tiere z.B den Eisbären verschwindet immer mehr ihr Lebensraum.

Man muss aber gar nicht zum Nordpol, um die Veränderungen zu sehen, in den Alpen tauen die Gletscher und der Permafrost in hohen Lagen verschwindet. Der Permafrost ist der Kit, der vieles dort zusammenhält, ohne ihn wird es zu mehr Felsstürzen und Erdrutschen dort kommen. Der Lebensraum Alpen wird auch für den Menschen gefährlicher.Dazu kommt das das  Schmelzwasser, der Gletscher im Sommer wichtig ist für Pflanzen und Tiere, bleibt es aus, werden große Gebiete im Gebirge versteppen, denn der Regen allein wird nicht ausreichen.Auch schon heute zu sehen ist die Zunahme der Extremwetter Ereignisse weltweit , sei es Starkregen , Dürren immer stärkere Stürme, und diese Zunahme vollzieht sich schneller als die Experten vorhergesagt haben.

Ich könnte noch viele andere Beispiele aufzählen , die Ausbreitung der Wüsten , mehr Dürren , auch in Europa , Wald und Buschbrände wie z.B die riesigen Brände in Australien 2019/2020 oder in Sibirien.Wer Zeitung liest oder die Nachrichten sieht der kann die Folgen des Klimawandels jeden Tag dort erleben.

Es ist schon erschreckend,wie wenig bis jetzt zum Klimaschutz getan wurde, schon 1978 gab es die erste Konferenz zu diesem Thema auf Einladung der Weltorganisation für Meteorologie. Damals schon wurde vor den Folgen der Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre gewarnt Es folgten weitere Konferenzen,wo allerdings meisten der nationale Egoismus größer war als die Einsicht zum Handeln.

Nun läuft der Menschheit allerdings langsam die Zeit davon und wenn in den nächsten 5 bis 10 Jahren nicht endlich wirksame Schritte zum Klimaschutz ergriffen werden,steuert die Erde und vor allem die Menschheit auf eine Katastrophe noch nie gekannten Ausmasses zu.

Es wird auch eine Probe für jeden Einzelnen von uns. Sicher , laut den Umfragen sind viele für besseren Klimaschutz. Aber was, wenn es Veränderungen gibt von den man selber betroffen ist ? Wenn man z.B nicht mehr zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen kann, nicht mehr für jeden Tag in der Woche ein neues Hemd , T Shirt oder eine neue Hose kaufen oder ein größeres Auto kaufen kann. Wenn man seinen Konsum ändern ,einschränken muß , und das nicht nur für 1 oder 2 Jahre wie bei Corona , sondern für den Rest seines Lebens? Klimaschutz , das sollte jedem klar sein , gibt es nicht umsonst , für niemanden. Ein bisschen Klimaschutz aber sonst weiter leben wie immer , das wird nichts. Die Folgen aber,, wenn wir nichts tun , werden drastischer und grausamer sein als wir es uns vorstellen können.

Ich fliege seit 20 Jahren nicht mehr und will es auch nicht mehr,  und sei es manchmal noch so billig.,, Wir haben nur diesen einen Planeten, der mit keinem Geld  oder Gold aufzuwiegen ist.  Die Kinder die heute geboren werden, sollen auch noch seine Schönheit erleben. Ich habe seine Schönheit und Vielfalt erlebt und sie sollen es auch. Denn was sollte man ihnen antworten ? Wenn sie einmal die Frage stellen, Warum habt ihr nichts getan? Sind wir so egoistisch , das wir nur noch an uns selber denken, an unserem Wohlstand und unseren Konsum? Früher haben Menschen große Bauwerke , wie die Pyramiden oder große Kirchen entworfen und angefangen zu bauen, obwohl sie wussten,, sie werden ihre Fertigstellung nicht mehr erleben. Wir dagegen scheinen nur noch an uns selber zu denken, kurzfristig und egoistisch.

Die schöne Seite der Welt , konnte ich in meinem Urlaub sehen, Gründe genug für einen Wandel nicht nur beim Klimaschutz zu kämpfen.

Zu  den Kranichen und anderen

Endlich mal wieder Urlaub , und das im Oktober wo der Vogelzug seinen Höhepunkt hat. Es ging aber nicht an die Nordsee , sondern in die Diepholzer Moorniederung, einem Rastplatz für Kraniche, die gen Süden ziehen. Dort rasten die Kraniche auf ihrem Weg nach Spanien oder Frankreich und fressen sich Fettreserven für den langen Flug dorthin an. Es waren mehrere Tausend Kraniche dort , die man bequem von den verschiedenen Aussichtspunkten beobachten konnte. Es ist immer wieder ein Erlebniss wenn , gegen Sonnenuntergang die Kraniche zu ihren Übernaxchtungspülätzen einfliegen, manchmal sind es nur kleine Trupps mit wenigen Vögeln, aber auch immer wieder große Schwärme die laut rufend im Moor landen.

Einfliegende Kraniche im Moor.

Im Moor darf noch , unter Auflagen , Torf abgebaut werden,. Nicht nur Kraniche ziehen dort, auch Gänse , mit etwas Glück sieht man auch mal ein Trupp der nordischen Ringelgänse , die evt an der Nordsee oder am Rhein überwintern.

Aber nicht nur im Diepholzer war ich , auch am Steinhorster Becken. Dort gab es ebenfalls viel zu sehen. Blässgänse , Silberreiher , WeißStörche , Nilgänse und auch Rostgänse .

Nicht nur auf die gr0ßen Vögel sollte man achten , Stare, Schafstelze und ein Eisvogel waren dort ebenfalls zu sehen

Eisvogel

Nicht nur der Klimawandel bedroht die Welt, auch die Unmengen von Müll , besonders des Plastikmülls , bedrohen die Natur.

Müll

Natur kann so schön sein,  egal zu welcher Tageszeit ,egal in welcher Jahreszeit.Man kann Nachts den leuchtenden Sternenhimmel sehen , und am Tag bunte Blumen, Vögel und vieles mehr. Leider bemerkt aber jeder, der mit offenen Augen durch die Natur geht oder fährt immer wieder auch Müll dort wo er bestimmt nicht hingehört.Das geht von achtlos verlorener Maske oder Getränkedose los und reicht bis zu widerrechtlich abgestellten Müllsäcken oder auch Möbeln usw am Waldrand. In den Jahrzehnten die ich durch die Natur radel,hab ich eigentlich schon alles an Müll gefunden was man sich vorstellen kann.

Links , das wohl bekannteste Sternbild am Himmel , der Große Wagen, daneben ein Sonnenaufgang , Natur kann so schön sein , doch sie ist oft bedroht und einigen scheint sie völlig egal zu sein.

Müll, wie ihn findet man oft draussen  Links ,Reste einer Fast Food Mahlzeit , achtlos irgendwo in die Landschaft geworfen, Diese Art von Müll findet man oft , entweder die Verpackung oder auch die Getränkebecher. In der Mitte eine leere Glasflasche , die voll bestimmt mehr wog als nachdem man sie geleert hatte , aber wohl immer noch zu schwer um sie wieder mit nach Hause genommen zu werden. Rechts , Müllsäcke irgendwo am Straßenrand , dabei gibt es so viele Möglichkeiten, sein Müll kostenlos oder günstig zu entsorgen .

Wenn möglich, sammel ich den Müll den ich auf meinen Touren sehe und auch fotografiere ein. Ich habe eine Satteltasche am Rad die 60 LIter fast , aber es gibt Tage, da paßt der gefundene Müll gar nicht vollständig in die Tasche.

Über das ,was der der Müll anrichtet ,machen sich wohl nur wenige Gedanken, zum Müll gehören auch Zigarettenkippen , klein aber giftig.Nikotin ist ein Gift und dazu sehr gut wasserlöslich , eine Kippe vergiftet bis zu ca 40 Liter Wasser. Wie viele Kippen haben sie auf ihrem letzten Spaziergang gesehen? Regen spült das Gift aus , es kommt in den Boden,in ein Bach in ein Teich und schadet so der Umwelt.Und die Plastiktüte wird vom Wind verweht, wer weiß wohin , wenn wir sie nicht entfernen dauert es Jahrzehnte, und bei anderem Kunststoffmüll manchmal sogar mehrere Jahrhunderte, bis er sich aufgelöst hat Getränkedosen brauchen oft 50 bis 100 Jahre bis sie verrottet sind. Müll in der Natur macht mich wütend und traurig zu gleich . Ist es so schwer die Dinge die man voll mit genommen, oder unterwegs gekauft hat , leer wieder mit nach Hause zu nehmen?